Live-übersetzte Untertitel für das gesamte Publikum: Was Zoom, Teams und Google Meet voraussetzen und wie jede:r Teilnehmende in der eigenen Sprache mitliest (2026)
Ein All-Hands-Meeting, ein Webinar, eine Partner-Briefing, ein Townhall-Meeting. Eine Person spricht, das Publikum sitzt in zehn Ländern. Alle wünschen sich dasselbe — in der eigenen Sprache mitlesen zu können — und jede Plattform bietet dies an. Die Funktion scheint also geklärt.
Sie ist es nicht. Die drei Plattformen beantworten jeweils eine andere Frage, und der Unterschied zeigt sich erst, wenn die Veranstaltung beginnt:
- Wer entscheidet, in welchen Sprachen das Publikum lesen darf — der oder die Organisator:in im Voraus anhand einer begrenzten Liste oder jede:r Teilnehmende jederzeit für sich selbst.
- Was der Host bereitstellen muss, damit Teilnehmende überhaupt etwas sehen: eine Lizenz, eine Edition, ein Add-on.
- Was danach davon übrig bleibt. Untertitel sind Live-Text. Auf den meisten Plattformen hören sie auf zu existieren, sobald das Meeting endet.
Dieser Leitfaden zeigt, was die jeweilige Dokumentation der Anbieter besagt (Stand September 2026), und danach, wie dieselbe Aufgabe in InterMIND gelöst wird. Jede externe Tatsache verweist am Ende auf die Seite des Anbieters; hier findet sich kein Test der Produkte anderer statt.
Microsoft Teams: Der Organisator wählt die Sprachen vor, und Teams Premium liegt beim Organisator
Microsoft nennt dies live-übersetzte Untertitel. Aus der Admin-Dokumentation von Teams: „Mit live-übersetzten Untertiteln können Ihre Benutzer Untertitel in der Sprache sehen, in der sie sich am wohlsten fühlen. Standardmäßig werden Live-Untertitel in der Sprache angezeigt, die während eines Meetings oder einer Veranstaltung gesprochen wird."
Für eine Publikumsveranstaltung ist der nächste Satz der wichtige: „Für Veranstaltungen, die für große Zielgruppen wie Townhalls optimiert sind, können Organisatoren bis zu sechs Sprachen vorauswählen, die Teilnehmende während der Veranstaltung nutzen können. Mit einer Teams Premium-Lizenz erhöht sich dieses Limit auf 10 Sprachen."
Und die Lizenz liegt beim Organisator, nicht bei den Teilnehmenden: „Der Organisator des Meetings oder der Veranstaltung muss über eine Teams Premium-Lizenz verfügen, damit Teilnehmende live-übersetzte Untertitel nutzen können." Ein Admin muss die Tür außerdem offen lassen — live-übersetzte Untertitel erfordern, dass Live-Untertitel in der Besprechungsrichtlinie auf „Nicht aktiviert, aber Benutzer können aktivieren" eingestellt sind; wenn Live-Untertitel auf „Aus" gestellt werden, werden auch übersetzte Untertitel deaktiviert.
Microsoft ist auch explizit darüber, was bleibt: „Live-Untertitel bieten Untertitel in Echtzeit während des Meetings, aber Teams speichert keine Untertitel." Das gespeicherte Artefakt ist das Transkript, das eine separate Richtlinie hat und in OneDrive und SharePoint gespeichert wird.